Umweltwärme- wie funktioniert dieses sparsame Heizungssystem?
Das zentrale Kernstück eines Umweltwärme-Heizungssystems besteht aus Wärmekollektoren und einer elektrisch angetriebenen Wärmepumpe. Die Pumpe sorgt im geschlossenen Kreislaufsystem dafür, dass ein flüssiger Wärmeträger die Energie von den Kollektoren zur Heizung transportiert. Im Grundsatz ähnelt dieses Prinzip dem eines herkömmlichen Kühlschranks- jedoch umgekehrt. Aus einem Kühlschrank wird die Wärme heraus gezogen und an die Umluft abgegeben, während die Wärmepumpenheizung der Umwelt Wärme entzieht und diese ins Haus transportiert.
Eine Erdwärmepumpe funktioniert nach einem einfachen und komplexen System, wobei zwei unterschiedliche Techniken zur Verfügung stehen, damit die im Erdreich gespeicherte Energie genutzt werden kann.
Einerseits können ein horizontaler und großflächiger Wärmeaustauscher und andererseits Erdwärmesonden genutzt werden, die einen Wärmeaustausch im vertikalen Bereich benötigen.
Beim horizontalen System werden Wärmeaustauschrohre verlegt, die dem Boden Wärme entziehen. In Schangenform werden diese Rohre verlegt und zwar unter der regionalen Frostgrenze-also in einer Tiefe von rund ein bis zwei Metern.
Als Alternative dazu wird mittels einer Erdsonde ein Vertikaler Wärmeaustausch gewährleistet. Plus dieser Variante: rund 40 Prozent weniger Rohre werden benötigt, um ab einer durchschnittlichen Tiefe von zehn Metern eine konstante Temperatur von acht bis zehn Grad zu erreichen. Die Sonden reichen bis zu 100 Meter tief ins Erdreich und bieten sich insbesondere für den Hausbesitzer an, die nicht die Fläche bereit stellen können, um horizontale Kollektoren verlegen zu lassen. In der Regel erweist sich diese Sondentechnik als effizienter- jedoch auch meist als teurer.
Ein Garten beeinträchtigt dieses System nicht.