Mieter können auch profitieren
Energieeinsparungen sind heute ein unbedingtes Muss, denn die Kosten dafür sind gerade in der jüngsten Vergangenheit explodiert. Eigenheimbesitzer entscheiden sich oft aus diesem Grunde für eine umfassende Sanierung ihrer Immobilie. Doch nicht nur für den Immobilienbesitzer liegt hier ein Plus an Lebensqualität und Kostenersparnis. Selbst der Mieter kann davon profitieren, auch wenn eine Erhöhung der Kaltmiete damit in Zusammenhang steht.
Berechnungen über das Einsparpotenzial machen deutlich, dass der Anteil an Heizungswärme und Warmwasser bei einer energetisch sanierten Immobilie bei lediglich drei Prozent liegt, während in unsanierten Wohngebäuden mit einem prozentualen Verbrauch von rund 22 Prozent gerechnet werden muss. Sollten die Preise für Energie weiterhin rasant ansteigen, zahlt ein Mieter in einem energetisch sanierten Haus nach wenigen Jahren weniger Warmmiete, als derjenige an Kaltmiete zahlen muss, der in einer Wohnung mit energetischen Schwachstellen leben muss.
Hocheffiziente Sanierungsmaßnahmen können grundsätzlich bis zu 85 Prozent an Einsparungen bringen, wenn es um das behagliche Wohnen geht, was viele Vermieter veranlasst, die Kaltmiete für die Investitionen zu erhöhen. Bis zu einem bestimmten Niveau ist diese Preiserhöhung jedoch durchaus gerechtfertigt, denn auch der Mieter kann auf lange Sicht ein Plus durch geringere Nebenkosten einfahren.
Ein Modellvorhaben mit Namen “Niedrigenergiehaus im Bestand” beweist mit bundesweit rund 250 sanierten Wohngebäuden, dass langfristige Senkungen von Energiekosten die Folge sind. Unterstützt wird dieses Pilotprojekt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wie auch anderen Verbänden. Zinsattraktive Kredite durch die staatliche KfW- Förderbank erleichtern es dem Immobilienbesitzer, seine energetischen Maßnahmen zu realisieren.