Mit ökologischem Bauen Energiepreise in den Griff bekommen?
Es ist nicht zu übersehen- die Energiepreise scheinen zu explodieren. Wer ein Neubauprojekt in Angriff nimmt, sollte sich somit rechtzeitig überlegen, die Frage nach einer langfristigen Rentabilität zu stellen. Vielfach kann eine ökologische Bauweise einen entscheidenden Beitrag in Sachen Kosteneinsparungen leisten und zusätzlich unsere Umwelt entlasten.
Selbst der Gesetzgeber hat schon entsprechend reagiert und sogenannte Niedrigenergiehäuser gehören heute bereits zum Standard. Die entsprechenden Richtlinien wurden mit der Wärmeschutzverordnung aus dem Jahre 1995 und einer entsprechenden Novellierung aus dem Jahr 2002 definiert. Das Erneuerbare- Energien- Gesetz sieht weitere Entlastungen der Umwelt vor und Fördergelder sollen Immobilienbesitzern einen entsprechenden Anreiz geben, eine energetische Sanierung vorzunehmen.
Aber gerade derjenige, der neu bauen will, hat alle technischen Innovationen an der Hand, um nachhaltig Energie sparen zu können. Zu den Förderbedingungen gehören festgelegte Standards wie eine hohe Winddichtigkeit, eine Wohnungslüftung mit Wärmerückführung und auch verglaste Fenster für die solare Energiegewinnung.
Das sogenannte Nullenergiehaus, das weitestgehend unabhängig ist von einer externen Energiequelle, kann den Wärmeverlust reduzieren und parallel dazu die Abwärme nutzen. Doch nicht allein eine Kostenreduzierung ist langfristig die Folge, sondern verbunden damit ist auch immer eine Verbesserung der Wohnqualität und der Schutz der Bausubstanz.
Scheut man sich vor den anfangs hohen Investitionskosten, sollte man sich nach geeigneten Fördermaßnahmen erkundigen, denn Vater Staat belohnt Eigenheimbesitzer mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen, sodass eine Finanzierung erheblich einfacher zu stemmen ist. Nach wie vor gehört die staatliche KfW- Förderbank zu den ersten Adressen, wenn der Immobilienbesitzer nach finanziellen Erleichterungen sucht.
Photovoltaik- Anlagen beispielsweise können von eigens dafür konzipierten Förderprogrammen profitieren.
Bis zu einer Summe von 50.000 Euro können zinsgünstig beantragt werden, ohne dass sich eine Darlehensvergabe am Familienstand orientiert.
Auf der sicheren Seite steht man immer dann, wenn man vor der anvisierten Durchführung einen Antrag bei der Hausbank stellt, die als durchleitende Bank gilt, wenn es um Anschubhilfen durch die Förderbank geht.