Gesetzlich versichert- konkurrenzstarke Alternative zur privaten Krankenversicherung
Verstärkt wird gegenwärtig damit geworben, den Schritt von der gesetzlichen Krankenversicherung zum privaten Anbieter zu wagen. Doch sollte sich jeder fragen, ob ein solcher Wechsel auch wirklich persönliche Vorteile mit sich bringt.
Auch die Frage nach dem tatsächlichen Leistungsumfang sollte erlaubt sein, denn ein exklusiver Schutz in der Privaten ist schließlich auch nicht ganz billig.
Daher muss man auch seine eigene wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in die Überlegungen einbringen, bevor man sich vertraglich bindet.
Wer Familie hat, darf den finanziellen Aspekt auch nicht aus den Augen verlieren, den bei der Privaten muss jedes Familienmitglied einen separaten Vertrag abschließen. So gibt es gleich mehrere starke Argumente, die für die Gesetzliche sprechen. Grundsätzlich werden hier keine Risikozuschläge erhoben, wenn eine schwere Vorerkrankung vorliegt und das Mitglied zu den älteren Semestern gehört.
Bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 3.562,50 Euro müssen freiwillige Mitglieder ihren Beitrag einkommensabhängig leisten. Auch ein Arztbesuch oder ein stationärer Aufenthalt gestaltet sich vergleichsweise unproblematisch, denn es muss lediglich die Krankenversicherungskarte vorgelegt werden, ohne dass der Patient selber in Leistung treten muss.
Wer sich freiwillig gesetzlich versichern lässt, kann auch wie andere Pflichtversicherte Kuren oder Haushaltshilfen in Anspruch nehmen, ohne dass lange Wartezeiten nötig werden. Ab Beginn der freiwilligen Versicherung greifen diese Angebote.
Der ermäßigte Beitragssatz gilt zudem für alle Mitglieder ohne eigene Einkünfte und Selbstständige. Wer sich zudem gesundheitsbewusst verhält, oder nie krank wird, verursacht keine Kosten und wird bei speziellen Tarifen dafür mit Beitragsrückerstattungen am Ende des Kalenderjahres belohnt. Jedoch ist immer eine bestimmte Vertragsdauer damit verbunden; konkret bedeutet dies, dass ein Wechsel innerhalb dieses Zeitraumes nicht möglich ist und das Mitglied an die jeweilige gesetzliche Krankenkasse gebunden ist.
Wer sich für einen Krankenversicherungsschutz entscheiden muss, sollte unbedingt alle Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen- und dies in Bezug auf die Kosten wie auch auf den medizinischen Leistungsumfang.